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Hildegard Zadek Stiftung

Stipendiaten

Stiftung und Förderung

Zusätzlich zum Wettbewerb mit ihren Preisen, hat die Stiftung Stipendien vergeben, um Studierende, die kurz vor dem Abschluss standen, beim Einstieg ins Berufsleben zu unterstützen, z.B. indem sie die Reisekosten für Vorsingen deckten.

Heute ist der berufliche Einstieg für junge Sänger und Sängerinnen zunehmend erschwert. Die Hildegard-Zadek-Stiftung antwortet auf die veränderten Umstände mit einer neuen Orientierung: Anstelle des Internationalen Hilde Zadek Wettbewerbs wird die Stiftung ab 2021 Stipendien vergeben, die direkt an einen Opernstudio-Platz eines großen internationalen Opernhauses geknüpft sind.

Als erste Stipendiatin der neuen Ära beglückwünschen wir Anna Nekhames zu einem Stipendium im Opernstudio der Wiener Staatsoper.

Den ersten Preis im Internationalen Hilde Zadek Gesangswettbewerb zu gewinnen, war für mich eine unglaubliche Freude; es hat mich motiviert, inspiriert und gefördert. Ich möchte mich vom ganzen Herzen bei der Hilde Zadek-Stiftung für die großartige Unterstützung meines musikalischen und künstlerischen Werdegangs bedanken. Die Teilnahme am Opernstudio in der Wiener Staatsoper ist eine sehr wichtige und wertvolle Etappe in meiner Ausbildung. Hier kann ich viel lernen – musikalisch, stimmlich, stilistisch und phonetisch – und szenische Erfahrung sammeln.

Im Rahmen des Opernstudios hatte ich zahlreiche Meisterkurse und Unterricht mit so wundervollen Musikern wie Michael Kraus, Linda Watson, Daniela Fally, Adrian Eröd, Bo Skovhus, Camilla Nylond, Louise Alder, Helmut Deutsch.

Während der letzten Saison stand ich auf der Bühne der Wiener Staatsoper als Vertraute (Elektra, R. Strauss) und als Zweites Blumenmädchen (Parsifal, R. Wagner); an der Volksoper Wien, bin ich als Königin der Nacht (Die Zauberflöte, W.A. Mozart) und Morgenvogel (Leyla und Medjnun, D. Glanert) aufgetreten. Außerdem habe ich in verschiedenen Konzerten des Opernstudios gesungen.

Ich bin so dankbar, mein Opernstudio Platz in dieser Spielzeit von der Hildegard-Zadek-Stiftung gesponsert wird! Ich arbeite voller Begeisterung und hoffe, den Erwartungen gerecht zu werden. Es würde mich sehr freuen. wenn ich die Stiftungsmitglieder zu einer meiner Aufführungen einladen könnte.“

Anna Nekhames

In den ersten zwanzig Jahren erhielten vierundzwanzig Stipendiaten Unterstützung:
 

Evgeni Niznajesh

Leandro Fischetti

Irene Wallner

Taylan Memioglu

Eva Maria Riedl

Karin Shifrin

Yael Levita

Marc Kugel

Ekaterina Isachenko

Jingging Li

Thomas Tatzl

Flaka Goranci

Andrej Nevyantsev

Simone Hirsch

Monika Bohinec

Kai Kluge

Carina Schmieger

Flurina Stucki

Konstanze Kirsch

Larissa Wäspy

Sophia Mara

Langliang Zhao

Xiang Xu

 

Ich hatte das große Glück, Hilde Zadek während meines Studiums an der HfM Karlsruhe durch meine Gesangs-Professorin Maria Venuti kennenzulernen. In unserer Gesangsklasse durften wir einige Male mit ihr arbeiten und so von ihrer unglaublichen Musikalität und Erfahrung profitieren. Jede dieser Begegnungen mit ihr war von besonderem Wert für mich und hat mich sowohl als Künstler als auch als Mensch geprägt und vorangebracht. Für sie stand immer an erster Stelle, dass ein Sänger vom Herzen singen muss, um so Emotionen transportieren zu können. Das ist etwas, was mich jeden Tag in meinem Beruf begleitet und dem ich versuche, gerecht zu werden.

Ich bin sehr stolz, 2016 Stipendiatin der Hildegard-Zadek-Stiftung gewesen sein zu dürfen! Die finanzielle Unterstützung ermöglichte mir viele Reisen zu Vorsingen oder Wettbewerben. Zudem gewann ich 2017 beim Hilde-Zadek-Wettbewerb in Wien zwei Sonderpreise und habe über den Wettbewerb meine jetzige Agentin kennengelernt, die dort auf mich aufmerksam geworden ist und mir unter anderem zu meinem jetzigen Engagement an der Staatsoper Stuttgart und meiner Teilnahme am Young Singers Project der Salzburger Festspiele 2018 verholfen hat, was ohne den Wettbewerb wohl nicht passiert wäre.

Einen Moment werde ich auch nie vergessen: meine damalige Professorin Maria Venuti und ich saßen im Unterrichts-Zimmer und haben eine Aufnahme von Hilde Zadek ́s Version von Mariettas Lied (aus Korngolds "Die tote Stadt") angehört. Diese Aufnahme hat uns beide zu Tränen gerührt. Hilde Zadek war in der Tat eine unglaubliche Sängerin und Künstlerin und für mich eine wahre Inspiration.

Carina Schmieger

Zum Ende meiner Studienzeit im Sommer 2018 an der Hochschule für Musik in Karlsruhe bekam ich, als eine der letzten Stipendiatinnen, ein durch Frau Zadek persönlich zugesprochenes Stipendium der Hildegard Zadek Stiftung. Der Name Hildegard Zadek war mir lange bekannt und eine erste Verbindung mit ihr bekam ich durch meine Recherchen zur Rolle der Magda Sorel aus Menottis The Consul die sie in der Wiener Uraufführung sang, woraus ich damals eine Szene im Rahmen der Abschlussprüfung meines Masterstudiums in Gesangspädagogik in Basel vorbereitete. Als Studentin in Karlsruhe wusste ich eine ganze Weile nicht, wer diese Dame war, die immer wieder in unseren Veranstaltungen saß, bis mich eine Kommilitonin aufklärte, sie anzusprechen hätte ich mich nicht getraut, von ihr dann im Rahmen eines Vorsingens für eine Stipendium ausgewählt zu werden war und ist mir darum eine umso größere Ehre.

Das Stipendium ermöglichte mir vor allem Reisen, die für meine sängerische Weiterentwicklung wichtig waren, entspannter planen zu können. Mein Weg führte mich nach dem Studium zunächst als Stipendiatin der Manfred-Strohscheer-Stiftung eine Spielzeit an die Deutsche Oper Berlin, wo ich in der darauf folgenden Saison (19/20) ins Solistenensemble übernommen wurde. Ich durfte bereits im Oktober 2018 als Donna Anna im von Roland Schwab inszenierten Don Giovanni debütieren. Im Juni 2019 folgte eine Uraufführung (Delirio) aus der Feder des libanesischen Komponisten Zad Moultaka in der Tischlerei, dem kleinen Haus der Deutschen Oper Berlin mit mir in der Hauptrolle. Neben Rollen wie der Ersten Dame in Mozarts Zauberflöte, Berta in Rossinis Barbiere di Siviglia oder Anna in Verdis Nabucco durfte ich im Februar 2020 erfolgreich mein Debüt als Konstanze in Mozarts Entführung aus dem Serail geben. Als weitere Highlights für kommende Spielzeit stehen Fiordiligi (Cosi fan tutte) und Leonore in Beethovens Leonore (Urfassung Fidelio) und weitere Vorstellungen als Donna Anna in Don Giovanni auf dem Spielplan.

Ich bin der Hildegard Zadek Stiftung sehr dankbar für die Starthilfe am Anfang meiner Sängerischen Laufbahn, gerade in der Entwicklungsphase von Studentin hin zur Opernsängerin gab mir das Stipendium einen finanziellen Rückhalt, für die beruflich notwendigen Auslagen.

Flurina Stucki

Mein Name ist Kai Kluge. Ich bin Tenor, 30 Jahre alt und seit der Saison 2017/18 festes Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. Es war für mich damals im Studium eine große Ehre Hildegard Zadek begegnen zu dürfen. Eindrücklich im Gedächtnis geblieben ist mir, wie intensiv und teilnehmend sie mir zugehört hat, als Ich Ihr für ein Stipendium Ihrer Stiftung vorsang. Das Stipendium war für mich damals sehr hilfreich, da es mir finanziellen Spielraum für und Zeit für Vorsingen gegeben hat. Gerade im Übergang von Studium zu Beruf haben es viele Sänger/-innen nicht einfach. Vor ein paar Jahren fand Ich eine Aufnahme der Arie "Dich, teure Halle" aus dem Tannhäuser von ihr. Diese hat mich zutiefst berührt und beeindruckt und ist bis heute nicht nur meine Lieblingsaufnahme dieser Arie, sondern auch überhaupt.

Kai Kluge

Die Begegnung mit Hilde Zadek war ein ganz großes, beeindruckendes Erlebnis. Ich hatte den Namen gekannt schon in China, und als ich die Möglichkeit erhielt, mich um ein Stipendium zu bewerben im Jahr 2018, ergriff ich die Gelegenheit natürlich mit großer Dankbarkeit. Dass ich ein Stipendium bekam, hat mich sehr glücklich gemacht. Einer so großen Künstlerin zu begegnen, die so viel in die Zukunft junger Sänger investiert hat, und damit Hilfe und Ermutigung gegeben hat, ist etwas, an das ich mich immer erinnern werde.

Mit dem Stipendium konnte ich in Ruhe mit Korrepetitoren arbeiten, und auf Reisen gehen, um mich an Theatern vorzustellen, und keine Sorgen haben wegen Reisekosten. 2018 hatte ich einen guten Gastvertrag bei dem Rossini-Festival, in Bad Wildbad.

Heute habe ich eine Stelle als Gesangsprofessor an der Yangda Universität in Shandong, China. Unser zweites Kind wurde im Sept. 2019 geboren, in China. Meine Verbindung zu den Rossini-Festspielen in Wildbad ist sehr gut, und es gibt ein großes Interesse für junge chinesische Sänger. Ich baue weiter an meiner Solokarriere in China, und Deutschland.

Vielen Dank für alle Hilfen, die ich durch das Stipendium hatte.

Xu Xiang